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Follicular Unit Transplantation (FUT)

Die Transplantation follikularer Einheiten (FU), die durch die Entnahme eines Hautstreifens des Hinterkopfes gewonnen und unter dem Stereobetrachtungsmikroskop präpariert werden, ist ein Meilenstein in der Forschung und Entwicklung der Eigenhaartransplantation.
Die FUT hat die Mini-Micro Graft Haartransplantation längst abgelöst und ist die effektivste Methode große Kopfhautflächen in einer Megasession mit natürlich wirkenden Haaren zu strukturieren.

Die Haare des Haarkranzes enthalten die genetische Information für ein lebenslanges Wachstum, auch nach der Umverteilung.

Haare wachsen zu 1er, 2er, 3er, 4er und selten in 5er Gruppen. Diese Gruppen werden Follicular Units (links im Bild) genannt. Sie sind die Ressource für eine Eigenhaarverpflanzung.

 

 

 

 


Um die optimale Graftmenge zu ermitteln, die für die Verpflanzung von Haaren in
den kahlen oder lichten Stellen benötigt wird, werden vor jeder Behandlung die
Dichte des Haarkranzes (Spenderbereich), das heißt die Anzahl der follikularen Gruppen pro Quadratzentimeter, mit einer Mikroskopkamera aus gemessen und
berechnet. Anschließend können mit einer mathematischen Formel die optimale
Länge und Breite des Streifens für die notwendige zu transplantierende Anzahl an FUs bestimmt werden.
 

Statistisch gesehen bestehen die Haarwurzeln im Hinterkopf zu ca. 10% aus 1er FUs, 60% 2er und
30% 3er und 4er FUs. Im Durchschnitt ist zu kalkulieren, dass ein FU aus ca. 2 Haaren besteht.

Vor der Entnahme des Hautstreifens wird die entsprechende Stelle des Spendebereichs lokal betäubt. Der Entnahmeprozess erfolgt absolut schmerzfrei. Durch die lokale Betäubung werden keinerlei Schmerzen empfunden.

Danach wird der Hautstreifen nach der Single Strip Harvesting Methode (Einzelstreifentechnik) und mit Hilfe eines Skalpells am Hinterkopf schonend entnommen. Um die Transplantate während der Vorbereitung so wenig wie möglich zu beschädigen, wird der Hautstreifen im Ganzen entfernt. Ein großer Vorteil dieser Technik ist die Möglichkeit, auch kleine Zonen mit einer maximalen Dichte transplantieren zu können.

Die Wunde wird nach der Trichophytic Closure Technik (Wundschließung) mit einem sehr feinen Faden wieder zugenäht, so dass lediglich eine schmale linienförmige Narbe (1,0 bis max. 1.5 mm) zurückbleibt, die von den übrigen Haaren des Spendebereichs vollständig bedeckt wird.

Die revolutionäre Trichophytic Closure Technik verringert die Sichtbarkeit der Narben in dem Entnahmeareal enorm. Bei dieser Methode wird nur auf einer Seite der Wundöffnung die Epithelschicht entfernt, so dass sich aus diesem Prozess die Haarwurzeln näher an der Hautoberfläche befinden. An der Narbe herauswachsende Haare sorgen für ein Verdecken der Narbenlinie. Diese Technik garantiert eine fast narbenfreie Heilung und reduzierte Narbensichtbarkeit. Sie werden von dem Ergebnis erstaunt sein!

 

Narbenlinie Tag 1 nach der Operation
Das Deckhaar des Donor Bereiches überdeckt vollständig die Narbenlinie


Unter dem Mantis Stereobeobachtungs-Mikroskop werden die Grafts präpariert und nach Haargruppen
(1er bis 5er) geordnet. Statistiken haben ergeben, dass die Präparierung der Grafts mit dem bloßen Auge oder einer handelsüblichen Lupe anstatt mit Hilfe von Hi-Tech Mikroskopen eine Eliminierungsquote von ca. 25% der Graftmenge ausmacht. Und je mehr Transplantate zur Verfügung stehen umso natürlicher sind die zu erwartenden Resultate.

Pro Megasession werden mit Hilfe des Single Strip Harvesting und den 3-D Mikroskopen zwischen
1000 und 4000 Grafts präpariert. Dies ergibt eine Anzahl von mehr als 8000 Haaren pro Megasession.



Die Grafts die für die Transplantation notwendig sind, werden in einer speziellen Essenz aus Sodium, Chlorid, Calcium und Lactate gelagert. Die FUs benötigen eine feuchte Atmosphäre, um die Vitalität des Grafts zu erhalten.
Mit der Storage Solution werden die FUs bei der Lagerung gegen Wachstumsstörungen immunisiert.


Vor der Transplantation wird der Empfängerbereich lokal betäubt. Somit werden keinerlei Schmerzen bei der Behandlung empfunden. Mittels mikrochirurgischer Instrumente wird die kahle Kopfhaut mit winzigen Empfangskanälen (0.6 - 1mm) versehen, in denen anschließend die "Grafts" mit äußerster Präzision platziert werden. Dieser Vorgang der Ausrichtung und Platzierung der Kanäle ist die wichtigste Phase bei der Erzielung eines natürlichen Ergebnisses. Aus diesem Grund werden die Empfangsöffnungen von
Dr. Atac selbst versehen.

Nach der Kanalvorbereitung werden die Grafts eingepflanzt und gleichmäßig auf der Kopfhaut verteilt.
Um eine natürliche Verteilung und Dichte der Haare zu gewährleisten, werden 1er und 2er Follikel bevorzugt in dem Haaransatz, der so genannten Haarlinie, transplantiert. Follikel mit 2er – 5er Haaranzahl ab dem mittleren Kopfbereich bis zum Hinterkopf.

Unter Haardichte versteht man die Anzahl follikulärer Einheiten pro cm² auf der Kopfhaut.
Die durchschnittliche natürliche Haardichte eines gesunden Haarwuchses variiert zwischen 70 und 100 follikulären Einheiten pro cm². Studien haben ergeben, dass bis zu 50% der Haare verloren gehen können, ohne dass dies als optischen Verlust empfunden werden muss. Wichtig für das Empfinden der „gefühlten Dichte“ ist der natürliche Aufbau der Haarstruktur.

Trotzdem werden bei Plusmed via dense-packing
60 – 70 FUs (1er Haargruppe) auf möglichst kleinem Raum verpflanzt. Am Hinterkopf ist diese hohe Dichte allerdings nicht empfehlenswert, da der Durchmesser der zu verpflanzenden 2er und 3er Grafts größer ist.

Die logische Konsequenz ergibt, je größer die Fläche des Empfangsbereiches ist, desto geringer ist die Transplantationsdichte. Grafts können dichter implantiert werden, wenn die Fläche des Empfangsbereiches kleiner ist.

(Bild oben: Haardichte von ca. 40 FUs pro cm² nach einer Transplantation)

Realisierbar ist das dense-packing mit der Lateral-Slit Technik. Ein Verfahren womit sich die natürliche Ausrichtung der eigenen Haare genau nachbilden lässt. Diese Technik zählt mit zu dem größten technischen Fortschritt in der Haartransplantationschirurgie.

Abhängig von der Haar- und Graftdicke werden hierfür spezielle dünne Skalpelle vorbereitet, die die Kanäle in sehr kleinen Winkeln öffnen. Der Winkel und die Richtung jedes Schnittes werden präzise definiert. Die Ausrichtung der Transplantate wird dieselbe Ausrichtung bekommen wie die ursprüngliche Follikeleinheit. Eine natürliche Haarwuchsrichtung der transplantierten Grafts wird somit gewährleistet.

Der Durchmesser der Empfangskanäle und des Grafts sind durch das Slit-Skalpell identisch. Es besteht kein Risiko für Tiefschnitte. Aus diesem Grund verläuft die Heilung wesentlich schneller und es entstehen später keine Dellen.

Auch die Möglichkeit mit Skalpellen Adern, die nah an der Kopfhaut verlaufen, zu beschädigen, wird egalisiert.

 

Natürliche Haarausrichtung und Haarlinie

 

Fehlerhafte und unnatürliche Haarlinie. Hier wurde noch das veraltete Mini/Micrograft-Verfahren angewandt. Die Dichte ist sehr gering, die Ausrichtung der verpflanzten Haare nicht mit den ursprünglichen Haaren identisch.
Plusmed korrigierte diese Fehl-Behandlung einer anderen Klinik