Follicular Unit Extraction (FUE)
Bei dieser Methode werden die follikularen Einheiten (FU) direkt von der Hautoberfläche ohne Hilfe des Skalpells entnommen. Auf eine Entnahme eines Hautstreifens kann bei diesem Verfahren verzichtet werden. Somit entsteht bei der Entnahme der Haarwurzeln keine Narbe am Hinterkopf.
Mit einer speziellen Hohlnadel, die einen Durchmesser von 0.5 – 1.0 mm hat, werden aus dem Haarkranz (Spenderbereich) die einzelnen FUs entnommen und in den Empfängerbereich eingesetzt. Auch ist es bei diesem Verfahren möglich, Körperhaare zu entnehmen falls der Haarkranz nicht genügend Haarmaterial zur Verfügung stellen kann.
Der Vorteil der FUE-Methode besteht darin, dass das Spendematerial ohne Hauschnitte gewonnen werden kann. Dadurch wird die umliegende Haut nicht beschädigt. Optimaler Heilungsverlauf ohne Gesichtsschwellungen. Sie sind innerhalb kurzer Zeit wieder gesellschaftsfähig. Mit einem Mikromotor (Punch hair matic) können pro Sitzung bis zu 4000 Grafts transplantiert werden. Mittels dense-packing können eine hohe Haardichte erzielt werden.
Der Nachteil dieser Technik beruht auf der Tatsache, dass die Kopfhaare vor der OP komplett abrasiert werden müssen. Die Anwachsraten der neu transplantierten FUs sind etwas geringer als bei der FUT-Technik. Die Gefahr der Wurzelverletzung ist bei der FUE-Methode höher als bei der Streifen-Methode (Zerteilung des Hautstückes erfolgt außerhalb des Körpers unter Sicht).
Je nach Art der Glatzenbildung müssen mehrere Behandlungen anberaumt werden, um das gewünschte Resultat zu erzielen.
Bevor die FUs entnommen werden, müssen die Haare am Hinterkopf rasiert werden.
Anschließend werden Spender- und Empfängerbereich lokal anästhesiert.
Der Haarfollikel wird mit einer mikrochirurgischen Hohlnadel einzeln entnommen und im Empfängerbereich eingesetzt.
Durch FUE-Methode extrahierte Grafts
Spenderbereich kurz nach der Entnahme der FUs
Am ersten Tag wurden Haarfollikel von der rechten und am zweiten Tag von der linken Seite entnommen.
Die schnelle Heilung (2 – 4 Tage) der Spenderstelle, wie hier auf der rechten Seite, ist sehr gut erkennbar.
Heilungsprozess nach 2 Wochen





