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Gynäkomastie-Behandlung für den Mann

Gynäkomastie

Viele Männer leiden unter der so genannten Gynäkomastie. Das ist eine gutartige, ein- oder beidseitige Vergrößerung der männlichen Brustdrüse bzw. des Drüsenkörpers. Gründe einer Gynäkomastie können unterschiedlicher Natur sein:
Pubertätsgynäkomastie, Altersgynäkomastie, Mangel an männlichen Hormonen, erhöhte Östrogenbildung, Chronische Erkrankungen oder durch Medikamente bedingte Gynäkomastie.

Die Gynäkomastie gilt somit nicht als eigenständige Erkrankung, sondern als Symptom, das auf eine hormonale Störung hinweisen kann.
 
Experten schätzen, dass bei fast jedem zweiten Mann eine Gynäkomastie auftritt. Und für viele davon hat diese männliche Brustentwicklung negative Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein, insbesondere wenn die Störung weder durch Sport noch durch gezielte Ernährung in den Griff zu bekommen ist.
In solchen Fällen kann eine Brustverkleinerung bzw. Gynäkomastiebehandlung helfen.

Die Behandlung im Überblick

Wann keine OP

zu dünne Haut, familiäres Brustkrebsrisiko

Voruntersuchung

bis 40 Jahren – kleines Blutbild, EKG, Mammographie oder Ultraschall
über 40 Jahren – großes Blutbild, EKG, Mammographie oder Ultraschall
Die Befunde dürfen nicht älter als 2 Wochen alt sein

Technik

1. Fettabsaugung (Liposuktion)
Mit einer Fettabsaugung kann ein sehr gutes Ergebnis erreicht werden. Diese Methode ist vor allem bei Personen geeignet, bei denen Übergewicht die Ursache ist. Bei der Fettabsaugung wird eine Kochsalzlösung in die gewünschte Zone unter die Haut gebracht. Die Haut schwillt dadurch sichtbar an, die Fettzellen lösen sich. Durch einen minimalen Einschnitt am Brustwarzenrand und in der Achselhöhle wird eine extrem kleine Kanüle eingeführt, die das Fett absaugt.

2. Resektive Gewebeentfernung
Bei einer vergrößerten Brustdrüse entfernt der Operateur durch eine sog. Resektion überschüssiges Drüsengewebe und evtl. überschüssige Haut. Der Hautschnitt erfolgt entlang des Unterrandes der Brustwarze.
Die Wunden werden fein vernäht.

Bevor die Wunden verschlossen werden, werden dünne Drainageschläuche eingesetzt, damit das Wundsekret ablaufen kann. Dadurch wird ein Bluterguss verhindert. Die Drainagen werden nach einigen Tagen entfernt.

Gleich nach der Operation wird ein fester, elastischer Kompressionsverband angelegt.

OP-Dauer

1.5  –  2 Stunden

Narkose

Vollnarkose

Klinikaufenthalt

ambulant – 1 Tag (max. 2 Tage)

Auslandsaufenthalt

3  Tage

Nachkontrolle

ca. 7 – 10 Tage nach OP beim Hausarzt

Mögliche Begleiterscheinungen

Leichte bis mittlere Schmerzen im Wundgebiet

Vor der OP zu beachten

14 Tage vor OP Aspirin absetzen
Reduzierung von Alkohol und Nikotin 2 Wochen vor und nach der OP
Übergewicht durch Diät bestmöglich versuchen zu reduzieren

Empfehlungen / Nachbehandlung

Tragen eines Druckverbandes oder Korsage für 3 – 4 Wochen
Verzicht auf sexuelle Aktivitäten für 1 – 2 Wochen  
Vermeidung schweren Hebens für 3 – 4 Wochen
Keine sportlichen Aktivitäten für 6 Wochen   
6 – 8 Wochen keine direkte Sonnenbestrahlung der Narben 

Heilungsdauer

1 Woche bis zur Genesung
Aufnahme sitzender beruflicher Tätigkeit in 1 – 2 Wochen
Aufnahme körperlich anstrengender beruflicher Tätigkeit in 2  –  3 Wochen Entfernung eingelegter Drainagen nach den ersten Tagen
Entfernung der Hautfäden in 7 – 10 Tagen

Mögliche Komplikationen

Nachblutungen, Blutergüsse, Schwellung, Thromben,
Sensibilität im Bereich der Brustwarze, Infektionen

Gesellschaftsfähig

keine gesellschaftliche Beeinträchtigung

Dauer des Endresultates

Endresultat nach ca. 3 Monaten sichtbar
Das Resultat kann als Dauerergebnis gewertet werden

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