Laserverfahren
Femto-LASIK
Die Femto-LASIK, auch genannt Femtosekunden-LASIK, Intralase, "Laser-LASIK" oder "Intra-LASIK", stellt das modernste Verfahren in der Augenlaserbehandlung von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung dar.
Bei der Femto-LASIK kommt neben dem Excimerlaser ein so genannter Femtosekundenlaser zum Einsatz.
Bisher wurde bei der LASIK mit einem Mikrokeratom eine dünne Lamelle (Flap) der Hornhaut des Auges abgetrennt und aufgeklappt. Bei der modernen Femto-LASIK ersetzt der Femtosekundenlaser das Mikrokeratom und ermöglicht somit erstmals, die LASIK-Behandlung komplett ohne den Einsatz mechanischer Geräte durchzuführen.
Nach dem Laserschnitt wird die oberflächliche Hornhautlamelle aufgeklappt und die Hornhaut wie auch bei der LASIK mit einem Excimerlaser neu geschliffen, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren.
Die Femto-LASIK ist ein äußerst präzises und sicheres Verfahren. Der Femtosekundenlaser sendet auf einer Wellenlänge von 1053nm ultrakurze Laserpulse aus mit einem Durchmesser von 0,001mm, die das Gewebe exakt schneiden.
Sie ist besonders für Patienten geeignet, die bisher Bedenken vor dem mechanischen Einschneiden der Hornhaut mit dem Mikrokeratom hatten und die die hohe Präzision des Laserschnitts bevorzugen.
Ablauf der Femto-LASIK
Eine integrierte Software erlaubt dem Operateur, die gewünschte Flap-Position und -Dimension festzulegen.
Zu Beginn der Operation wird ein Fixationsring auf das Auge gesetzt. Darauf wird ein Kontaktglas platziert, über welches die Laserstrahlen computergesteuert in einer vorberechneten Tiefe der Hornhaut fokussiert werden. Die Hornhautlamelle (Flap) entsteht, indem viele tausend Laserpulse in einer Ebene aneinander gereiht werden.
Über das Operationsmikroskop und einen Monitor kann der Operateur den Fortschritt des Laserschnittes exakt mitverfolgen. Ist die vordere Hornhautlamelle komplett präpariert, wird der Fixationsring entfernt und der Hornhautdeckel mit einem feinen Instrument aufgeklappt. Wie bei der herkömmlichen LASIK wird jetzt die Fehlsichtigkeit (Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung) durch Schleifen der Hornhaut mit dem Excimerlaser korrigiert. Zum Schluss wird die vordere Hornhautlamelle wieder zurückgeklappt. Sie saugt sich von selbst fest und verschließt wie ein körpereigenes Pflaster die Hornhaut.
In den ersten Stunden tränt und reibt das Auge etwas und das Sehen ist noch verschwommen.
Bereits wenige Stunden nach der Femto-LASIK wird dann ein gutes Sehvermögen erreicht.
Einsatzbereich des Femtosekunden-Laser
- LASIK-OP: Für Patienten mit geringer Hornhautdicke, hohe Kurz- oder Weitsichtigkeit
- Bei Erkrankungen wie Hornhauttrübungen oder Hornhautvorwölbung
- Sicheres und schonendes Präparieren des Hornhaut-Flaps für die LASIK-Behandlung

